Bibel und Gemeinde

Wo ist das Haus Gottes?

Wo Gotteskinder in einer Herzenshaltung von ausgewogener Liebe und Wahrheit zusammenkommen, ist der HERR in uneingeschränkter Autorität in ihrer Mitte – da ist auch heute Gottes Haus.

Gottes Autoritätsordnung in der heutigen Zeit

Gottes Autoritätsordnung beginnt mit Gott als Haupt von Christus in der Himmelswelt und endet in dieser Welt, wo der Mann das Haupt der Frau ist. Die Autoritätsordnung zwischen Mann und Frau gilt von der Schöpfung an solange wir auf dieser Erde sind. Unterschiedliche Ansichten zu den Aussagen in 1. Kor.11 und 14 werden diskutiert. Die Sicht, dass in Kap.11 die allgemeine gültige Grundlage bildet und Kap.14 den Spezialfall beim Zusammenkommen der Gemeinde beschreibt, führt zu keinerlei logischen Problemen und stimmt mit anderen biblischen Darstellungen überein. Die entscheidende Frage ist, ob ein Gläubiger unabhängig vom Zeitgeist den Willen Gottes ausführen will.

Beispiele aus Davids Gebetsleben

Wie wurde David zu einem Mann nach Gottes Herzen? Hinweise zur Antwort auf diese Frage finden wir in seinen Psalmen. Um diese Gebete aber besser verstehen zu können, wäre es hilfreich zu wissen, in welchen Lebenssituationen er sie gebetet hat. Bei einigen Psalmen finden wir diese Information in der Überschrift. Bei anderen Psalmen können wir aus dem Inhalt auf die Lebenssituationen schließen, in denen David diese Gebete vor Gott brachte. Das ist das Ziel in diesem Aufsatz. – David war zweimal auf der Flucht, zuerst vor Saul und dann viel später vor seinem Sohn Absalom. Zwischen beiden Fluchtperioden herrschte David als König über ganz Israel und machte Jerusalem zur Hauptstadt. Nach der Überführung der Bundeslade nach Jerusalem richtete er dort einen ständigen Gottesdienst unter Asaph ein (1.Chr.16,37). Seit dieser Zeit war Davids Herz erfüllt von dem Gedanken an Gottes Haus und Tempel (Ps.27,4), obwohl der Tempel erst später gebaut wurde. – David musste zudem lernen, dass seine Lebensgrundlage nicht seine eigene Gerechtigkeit war, sondern Gottes vergebende Gnade. Im Tal des Todesschattens betete er den Psalm 22. In Psalm 23 blickte er zurück auf die Stunden des Grauens und betete dann: „Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang.“